Wäre es nicht der Slogan irgendeiner entsetzlichen Vorabendsoap, würde der Beitrag hier heißen: "Es wird viel passieren."
So heißt er jetzt erstmal gar nicht, weil mir kein schmissiger Titel einfällt.
Fest steht jedenfalls, daß die tektonischen Platten in Smiris Welt in hektische Aktivität ausgebrochen sind und sich hier ganz schön viel tut und tun wird.
Die Depression hat sich wieder beruhigt und nach Trash Town verzogen, bleibt die Anspannung und tatsächlich die Vorfreude.
Jeppahey!
Baldbaldbald gibt es ganz viel jetzt. Also bereit machen, um es rechzeitig festzuhalten!
Gut wars, das Wochenende.
Das Gespräch mit dem Pferdedieb lief millionenmal besser als erwartet. Ich kann jetzt sagen: Es ist alles gesagt und gut so, wie es ist. Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht, um ehrlich zu sein.
Ansonsten ein hervorragendes Wochenende, sehr viel Spaß gehabt, sehr viele gute Gespräche in der Küche der Geisteswissenschaftlerin mit den Bananenkanonen geführt, mich sehr gefreut, wieder in Göttingen zu sein und mir die Stadt zurückzuerobern.
In Hannover war ich dann doch nicht, aber auch das ist gut: Ich hatte und habe so schon genügend zu verarbeitende Eindrücke.
Jetzt bin ich müde und zuhause und gehe schlafen, sehr entspannt und sehr gespannt auf das, was nun kommt an neuer Zeit, denn ich fühle mich ein kleines bißchen besser gewappnet und im Einklang mit mir und großen Teilen der letzten zwei Jahre.
Schlaf gut, liebes Internet, und träume von ruhigen, guten Dingen.
Seltsam, in all dem Unbill und Gedankenkreisen zu erfahren, was mich wirklich still macht. Nicht Ruhe und Yoga und autogenes Training, sondern mit meinem Chef in seinem Porsche zwei Stunden über Land durch den Herbstwald fahren.
Ab 140 km/h denkt mein Kopf dann endlich nicht mehr, ist meine innere Stimme ruhig und ich bin einfach nur entspannt. Sehe auf die bunten Farben, die an uns vorbeirasen und in die Täler und auf die Hügel, und für kurze Minuten ist alles gut und alles an seinem Platz.
Diese zwei Stunden haben mich mehr aufgetankt als alles andere, was ich in der letzten Zeit zum Kopfausmachen versucht habe. Seit ich nicht mehr in Taizé war, um genau zu sein.
Der Schock darüber, was damals passiert ist, sitzt immer noch tief.
Jetzt jedoch, jetzt ist erstmal alles ruhig.
Wenn man (ich) feststellt, daß es (das Leben anderer, das eigene und überhaupt die Welt) weitergeht.
Zwei Gefühle: Erleichterung darob, daß es besser geht, in andere Richtungen geht, daß andere wieder andere, neue Menschen und Dinge sehen, besuchen, ersehnen, kennenlernen. Daß man (ich) nicht mehr so wichtig und zentral ist, sondern zur Geschichte wird und an den Rand des Erlebnishorizontes gedrängt.
Das ist gut, denn es ist besser so und bei einem selber (mir) geht es ja auch weiter und in andere Richtungen und auf neue Menschen zu.
Aber dennoch schleicht sich Wehmut ein, denn es ist gleichzeitig Indiz dafür, daß es (die Beziehung, das Wir, die Hoffnungen und Träume und Phantasien und Zukünfte und Zusammenkünfte, erlebte wie geplante) vorbei ist und was Neues kommt.
Schwellenzeit, mal wieder, hier in Smiris Welt: Wenn das Alte noch nicht ganz vorbei ist, das Neue aber noch nicht greifen kann.
Erleichterung und Wehmut, die Hoffnung und Vorfreude lassen zur Zeit noch ein wenig auf sich warten...aber ich weiß: Sie sind unterwegs. Auch sie: Unaufhaltsam.
...es geht wieder.
Atmen geht besser, weil der Kloß im Hals weniger wird.
Gut so.
Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen denke ich über Krankenschein nach. Einfach mal zuhause bleiben und aufräumen, alles umräumen und dabei den Kopf freikriegen. Wäre gut, das letzte Wochenende war alles andere als entspannt...
[Eigentlich eine völlig andere Geschichte, daher kurzer Einschub:
Feiernde Teenager in unserer Wohnung: Der Bruder der [m1] ward 15 und mußte natürlich in unserer WG feiern. Ich hab mich zwar explizit dagegen ausgesprochen, wurde aber mit "Die benehmen sich und bleiben in einem Zimmer" besänftigt...
Ergebnis: Ich spreche mich für ein längeres Hausverbot des Bruders aus, denn: Es hat einfach nur genervt und NICHT funktioniert. Argh. Viel zu viel Gekicher und Geschrei und Gesinge und viel zu viele Hormone seitens der Teenager. Paßt nicht zu Zimmer direkt an der Küche und 40-Stunden-Woche und frisch getrennt und weh von meiner Seite.
Keine Rücksicht genommen, die Küche zugemüllt, nicht mal so getan, als wollte man aufräumen, alle nur genervt und Sonntags morgen singend vor der Haustür gestanden und Sturm geklingelt. Also, sorry, bei aller Liebe: Das geht nicht. Nicht in der Wohnung, in der ich wohne. Soll er halt zuhause feiern oder was, aber nicht mehr in der WG - zumindest nicht, wenn ich da bin. Grmpf. Einschub Ende.]
Ja, so ein Krankenschein...oder frei machen, ein, zwei Tage...ich brauch das, glaub ich, einfach mal ganz dringend. Außer der Reihe und unverplant Zeit für mich, in der ich nicht da bin bzw. ganz bei mir und für niemanden verfügbar.
...kein Schwarzer Mann mehr.
Es mußte sein: Zu sehr haben und hätten wir beide gelitten. Darunter, daß er viel mehr investiert hat als ich, darunter, daß wir beide als Paar einfach nicht funktionieren, nicht auf die Entfernung und auch sonst nicht.
Es tut mir leid und weh: Für ihn, für mich, für uns. Aber es ist ehrlicher... und von daher zwar schmerzhaft, aber gut.
Es hat niemand etwas falsch gemacht, es ist nichts passiert, es hat einfach nur nicht geklappt.
Ganz ganz frisch gestochen, grade mal zwei Stunden alt. [edit: Habe den Eintrag eben nochmal gelesen und mich selber spontan falsch verstanden, daher nochmal zur Erklärung: Zwei Stunden war das Tattoo alt, als ich es fotografiert habe. Daher auch die etwas gerötete und verschmierte Optik, hehe. Gemacht wurde das Bild am Freitag, ist also schon ein Wochenende her.]
Tapfer, stark und mutig: Das kann ich dieses Jahr mit Fug und Recht von mir behaupten. Und in die Haut bannen.
Gestochen hat diese Preziose Peter von Tattoo Peter. Also nicht der Gründerpeter, sondern ein Mitarbeiterpeter, der sehr nett und zum Glück auch sehr konzentiert war, obwohl Jenny stämdig absurde Musik hat laufen lassen (die Titelmelodien von Speedy Gonzales und Love Boat, um nur einige Beispiele zu nennen).
Sehr empfehlenswertes Studio, auch zum einfach mal reinschauen und staunen.
Bevor ich wieder alles vergesse, muß ich doch mal Summer Breeze-Dinge bloggen. So.
Erstens bin ich verliebt: In Volbeat nämlich, die live noch viel geiler sind als auf Platte und dazu unheimlich sympathisch mit der richtigen Menge Wahnsinn. Und Rock'n'Roll, echtem welchem, und Tattoos und Whisky auf der Bühne.
Zwei Songs verlinke ich Euch hier mal, nämlich Garden's Tale und Sad Man's Tongue.
Zweitens habe ich mich erinnert: An J.B.O. nämlich, die ich vor vielen vielen Jahren bei meinen ersten wirren Unternehmungen in der schwarzen Szene kennen- und mögen gelernt habe. Die Jungs waren auch aufm Summer Breeze, feiern dieses Jahr zwanzigstes Bandjubiläum und machen immer noch genauso geil albernen Metal wie früher. Hihihi. Besonders fein fand ich Verteidiger des Blöedsinns: Wenn am Ende tausende von Leuten mitsingen, ist das einfach nur großartig. Und ja, auch ich habe mitgesungen. Und Pommesgabeln in die Luft geworfen. Mit beiden Händen. Ähem.
Nicht wundern übrigens: Das Video ist vom Wacken, nicht vom Breeze, ich weiß. Aber wegen Festivalfeeling wiedergeben und live und trotzdem besser als Handyvideo und so, nech. Dennoch behaupte ich: Aufm Breeze hatten die Jungs mehr Spaß als in dem Video! Ha!
Schön übrigens Ingos Kommentar zu Knorkator (nee, die waren nicht da, aber wir hatten's irgendwann im Gespräch von denen): "Boah, ich war so froh, daß bei dem einen Konzert der Schredder vom Sänger kaputt war - sonst hat der nämlich immer Gemüse ins Publikum geschreddert." Auch etwas, was man nicht jeden Tag in Konzertkritiken liest. Aber das nur am Rande.
Und da fallen mir auch schon wieder die Excrementory Grindfuckers ein. Zu denen sach ich aber ma nix, hört lieber selbst, ich muß immer noch lachen:
Das ist auch ein schönes Schlußwort, wie ich finde.