Lieder von Tagen

Donnerstag, 22. Januar 2009

Wen das nicht rührt, der ist ein grober Klotz.

Die Cd-Version (bekannt unter anderem durch die Endszene von "Six Feet Under" und hier auch schon mal verlinkt) treibt mir ja schon jedesmal das Wasser in die Augen.
Aber das hier...da möchte ich mich sofort hinlegen und sterben.

Sia, "Breathe Me", live im Radio:



Alle anderen Songs dieser Session findet man auch auf youtube. Reinhören lohnt sich, schön sind sie alle. Und Frau Furler hat einfach eine Wahnsinnsstimme, die live erst richtig zur Geltung kommt.

Ich bin dann mal liegen und leiden und so. Schnief.

Und alle groben Klötze da draußen können sich was schämen.

Freitag, 28. November 2008

Oh, hallo: Du auch hier.

Depression, meine Liebe.
Heute nur weinen, einfach nur weinen und dazu Musik hören.
Depression im medizinischsten aller Sinne, wenn die Weiterleitung zwischen Hirn und Herz nicht funktioniert, wenn alles grau ist und einfach nichts mehr geht. Wenn man nur aufsteht, weil man es nicht vermeiden kann. Wenn alles egal ist und nur liegen geht. Oder leiden.

So leid es mir tut: Ich kann nicht loslassen. Ich kann die Tatsache nicht verarbeiten, alleine gelassen worden zu sein, einfach im Stich gelassen und ersetzt. Ich kann damit nicht umgehen, daß die Menschen, die ich liebe, einfach weggehen. Heute nicht. ich habe keinen Resetknopf, den ich einfach drücken kann, alles auf Anfang, als wäre nie was gewesen. Da war verdammt viel, was ich jetzt misse und nicht mehr habe, wovon ich Abschied nehmen muß. Und das muß ich ganz alleine, meinen Abschied kann mir niemand abnehmen und das Gefühl, verarscht worden zu sein und benutzt und weggeworfen, das auch nicht. Es tut heute einfach nur weh und ist mir zu viel.
Ich möchte nicht, daß es wieder so wird, wie es war. Nur hasse ich die Ungerechtigkeit der Situation, bin wütend, weil mir so wehgetan wurde und dann einfach weitergemacht ohne Innehalten, ohne Nachdenken.

Und hoffen und darum bitten, daß mich niemand anruft: Ich möchte nicht reden. Ich möchte mich einfach nur der Tatsache hingeben, daß ich traurig bin und mich geschlagen fühle, obwohl ich doch immer weiter mache, immer weiter gehe, immer weiter nach vorne schaue. Nur heute mal nicht.
Einfach nur meine Ruhe und ganz viel Musik.

Mehr als passend: Mein Lied des Tages, "She left home" von Djamel Ben Yelles.

Freitag, 7. November 2008

Und noch ein bißchen Musik.

Zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder eine Cd käuflich erworben: Rockferry von Duffy. Große Empfehlung, ich kann nicht mehr aufhören, die zu hören. Starke Frau, die Dame aus Wales....

Ohrwurm des Tages.

Sharleen Spiteri, Sängerin von Texas und meine ganz persönliche Neuentdeckung, singt mir heute aus der Seele: All the times I cried. Viel Spaß.

You never were the one...

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Ganz besondere Lieder für ganz besondere Anlässe.

Das wollte ich schon seit Ewigkeiten getan haben: eine Liste derer Lieder, die mich zu besonderen Anlässen begleiten sollen. Zum Beispiel zu meiner Hochzeit irgendwann - und auch zu meiner Beerdigung, sollte mich denn frühzeitig die Endlichkeit zu einem Stelldichein laden.

Keine Angst, das ist kein aus Depressionen geborener Gedanke, sondern einfach eine Überlegung, die sich spätestens seit der Beerdigung einer Kommilitonin immer wieder in mein Bewußtsein drängt. Sie wurde nur 29 und starb an einer zu spät behandelten (?) Mittelohrentzündung...

Sowas kann einfach jederzeit passieren, und da finde ich es nicht verwerflich, daß wenn ich mich schon frühzeitig aus dieser Existenz verabschieden sollte, wenigstens die Musik dazu stimmt. So.

Hier jedenfalls meine Wünsche (wie gesagt, vielseitig einsetzbar, hauptsache: Wichtiger Anlaß, an dem man weinen kann):

King's Singers: And so it goes und auch Plaisir d'amour (sorry, ich hab kein Video mit besserer Qualität gefunden...)

Mika: ganz vorne Any other World (ist zwar nicht das offizielle Video, aber schön), aber auch Over my shoulder

Gary Jules: Mad World (wunderschönes Video, übrigens)

...und natürlich dürfen auch die Frauen nicht fehlen:

Chantal Kreviazuk: Leaving on a jet plane

Joni Mitchell: Woodstock (hach, in meinem allertiefsten Innern schlummert dann doch ein Hippie)

Transit: Hide and seek (die Version gefällt mir besser als das Original von Imogen Heap)

Mehr fällt mir im Moment nicht ein... klingt auf jeden Fall nach einer hochpathetischen Party, hehe.

Dienstag, 25. September 2007

Lied des Tages.

Snow Patrol, Set the fire to the third bar (feat. Martha Wainwright)

I find the map and draw a straight line
Over rivers, farms, and state lines
The distance from A to where you'd be
It's only finger-lengths that I see
I touch the place where I'd find your face
My finger in creases of distant dark places

I hang my coat up in the first bar
There is no peace that I've found so far
The laughter penetrates my silence
As drunken men find flaws in science

Their words mostly noises
Ghosts with just voices
Your words in my memory
Are like music to me

I'm miles from where you are,
I lay down on the cold ground
and I, I pray that something picks me up
And sets me down in your warm arms

After I have travelled so far
We'd set the fire to the third bar
We'd share each other like an island
Until exhausted, close our eyelids
And dreaming, pick up from
The last place we left off
Your soft skin is weeping
A joy you can't keep in

I'm miles from where you are,
I lay down on the cold ground
And I, I pray that something picks me up
and sets me down in your warm arms

And miles from where you are,
I lay down on the cold ground
and I, I pray that something picks me up
and sets me down in your warm arms

Mittwoch, 12. September 2007

Lied des Tages

Snow Patrol, Shut your eyes

Shut your eyes and think of somewhere
Somewhere cold and caked in snow
By the fire we break the quiet
Learn to wear each other well

And when the worrying starts to hurt
and the world feels like graves of dirt
Just close your eyes until
you can imagine this place, share our secret space at will

Shut your eyes, I spin the big chair
And you'll feel dizzy, light, and free
And falling gently on the cushion
You can come and sing to me

And when the worrying starts to hurt
and the world feels like graves of dirt
Just close your eyes until
you can imagine this place, share our secret space at will

(Shut your eyes )

Shut your eyes and sing to me (Shut your eyes and sing to me)

Montag, 18. Juni 2007

Drei Tage: Der Countdown läuft.

Kleinodien, mal wieder, die ich niemandem vorenthalten kann noch will:
  • Zum Einen Rainald Grebe. Ganz großes Damentennis. Sehr zu empfehlen hierbei der wortkarge Wolfram, Dörte, Brandenburg und last but not least Thüringen. Mannmannmann.
  • Dann noch was ganz ganz hübsches und trauriges und so fürs Herz: SoKo mit "I'll kill her". Der schönste Akzent seit Nouvelle Vague... gefunden bei Jojo (der hier nochmal wärmstens empfohlen und überhaupt), genau wie der nächste Punkt auf der Liste:
  • "Coming Home" von City and Colour.
Herrgott, tut das weh. Und ist das schön. So richtig mit Dolch im Herzen und Salz drauf und ganz heftig rühren. An Will Oldham muß ich da denken und an alte Zeiten, und sowieso wird mir ganz blümerant melancholisch ums Herz...
Das Lied verbinde ich mit dem Pferdedieb, obwohl er es nach erstem Hören gar nicht sooo grandios fand. Das Gefühl von nach Hause kommen und gleichzeitig Sehnsucht und immer wieder warten und sich verzehren. Der Seiltanz zwischen Anspannung und Entspannung, Festhalten und Loslassen, Dasein und Wegsein, wies halt so ist in einer Beziehung über Kilometer hinweg. Telefonieren und die Erfindung der fernmündlichen Kommunikation gleichzeitig segnen und verfluchen: Einerseits wären wir ohne sie nie da, wo wir jetzt sind. Andereseits wird uns genau das sehr schmerzlich bewußt: Wir sind da, wo wir jetzt sind. Das heißt: Nicht gemeinsam an einem Ort, sondern jeder an seinem, nicht da, wo wir uns hinsehnen.

Bald wieder fast vier volle Tage Erleichterung: Gemeinsam einschlafen, gemeinsam aufwachen. Gemeinsam Dinge tun und Leute treffen, einfach wieder richtig zusammen sein und nicht nur virtuell, kurze Pause vom Alltagssingleleben, das wir drei Wochen im Monat führen.

Trotzdem: Ich möchte es nicht missen. Denn ich hatte noch nie so viel Vorfreude auf etwas wie in den letzten sechs Monaten. Da können alle meine Präsenzveranstaltungenbeziehungen einpacken, echtma.

Dienstag, 24. April 2007

Danke, Herz.

Madsen, "Im Dunkeln"

Der Vorhang zu, das Licht geht aus.
Es ist vorbei, das war der letze Applaus.
Ein Blick zurück, dann wird es still.
Von niemanden ein Wort, weil niemand etwas sagen will.

Denn das ist jetzt der Moment,
in dem alles endet und neu beginnt,
wohin wollen wir jetzt gehen?

Noch nie war es so schön, im Dunkeln zu stehn.
Noch nie war es so schön, gar nichts zu sehn.
Noch nie war es so leicht, die Dinge zu verstehn.
Ich freue mich schon jetzt darauf dich wiederzusehn.

Die Masken ab, nichts mehr perfekt.
Wir brauchen uns nichts vorzuspieln, die Zuschauer sind weg.
Keiner weint und keiner lacht, die Tür geht zu und wir sagen "Gute Nacht".

Denn das ist jetzt der Moment,
in dem alles endet und neu beginnt,
wohin willst du jetzt gehen?

Noch nie war es so schön, im Dunkeln zu stehn.
Noch nie war es so schön, gar nichts zu sehn.
Noch nie war es so leicht, die Dinge zu verstehn.
Ich freue mich schon jetzt darauf dich wiederzusehn,
dich wiederzusehn.

Noch nie war es so schön, im Dunkeln zu stehn.
Noch nie war es so schön, gar nichts zu sehn.
Noch nie war es so leicht, die Dinge zu verstehn.
Ich freue mich schon jetzt darauf dich wiederzusehn.

Mittwoch, 28. März 2007

...und Du fehlst hier.

Mannmannmann...so schwer wars noch nie wie dieses Mal.
Daher auch das Lied des Tages, denn genauso gehts mir. Und Smiri gesteht sich einen Tag konsequenten Vermissens zu, bevor der Alltag wieder eingreift und Dinge erledigt werden wollen, die eigentlich keinen Tag Aufschub dulden. Man gewöhnt sich doch sehr schnell aneinander, ich mich zumindest, und ich bin knörmelig und vermissend und ausdauernd geentelt und das alles nur, weil das Herz vierhundert Kilometer weit weg liegt und hoffentlich schon schläft im Gegensatz zu mir, die ich heute nicht wissen will, wohin mit ihr: Der Sehnsucht, die sich schon seit Tagen breit macht und das Atmen schwer und den Geruch dessen, der bis heute mittag noch da war, unendlich süß und erstrebenswert.
Jaja, ich weiß, wir sind ein wenig weh und wehmütig, der Phoenix und ich, und das Feuerfedertier schmiegt sich an mich und gurrt leise, denn so kann er auch, mein noch untätowiertes Totemtier. Und so sitzen wir da und sind ganz still und vermissen, denn noch dürfen wir, ein bißchen Ruhe und besonnene Besinnlichkeit und durcheinandermäandernde Wörter hier und da am Wegesrand gestreut und kleine Szenen des Wochenendes, was über die Schulter durch das Gefieder betrachtet ein schönes war. Es wird eifrig weiterkalibriert und es ergibt sich ein Rhythmus, in dem die Zahnräder sowohl sinnvoller als auch geradezu hanebüchen unsinniger Systeme ein- und ausrasten, wir können damit arbeiten, alle Beteiligten, derer nur zwei physisch existent sind, aber dennoch mehrere viele aktiv beteiligt.
Smiri ergießt sich in kryptischen Worten, ich weiß, aber ich brauche das, denn so denke ich: Kryptisch und verworren, mir ist aber dennoch alles klar und wir sitzen und seufzen und vermissen.
Schön ist es, das Gefühl, wenn auch traurig und alles verstummend wie frischgefallener Schnee, alles gedämpft und leise und still, aber: Es gibt es, das Vermissen und den Menschen dazu und mich und den Phoenix, und das ist schöner als alles unerfüllte Glück der Welt.

Element of Crime, "Weil Du nicht da bist"

auf dem Gerüst vor unserem Fenster
kommt kein Maurer mehr vorbei
das Bett wird immer größer
und das Bad ist immer frei
der blöde Hund,
der mich sonst jeden Tag verbellt
liegt nur noch stumpf im Gras
und glotzt mit leeren Augen in die Welt
weil du nicht da bist
weil du nicht da bist

ein Vogel, der nur Körner frißt
macht Regenwürmer kalt
im Bus, der nur noch stündlich kommt
sind alle angeschnallt
die alte Frau,
die mich sonst jeden Morgen grüßt
kennt mich nicht mehr und tut,
als ob sie Groschenhefte liest
weil du nicht da bist
weil du nicht da bist

vom Nachbarn kommt Musik
nach der schon lang kein Hahn mehr kräht
eine Maus holt sich ihr Nachtmahl
und auf meinem Nachttisch steht
ein Schokoladenhase,
traurig und allein
ich weiß ihm nicht zu helfen,
und stopf ihn in mich rein
weil du nicht da bist
weil du nicht da bist

Nie fragen!

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