Freitag, 30. Juli 2004

Kinder! Ferien!! Freizeit!!!

Heute ist Freitag, morgen Samstag, übermorgen Sonntag und dann zwei Wochen gar nichts mehr.

Erklärung: am Montag, den 2. August, finde ich mich um ungeschlagene 7 Uhr 30 am Jugendamt ein, um Kinder in Empfang zu nehmen und zwei Wochen lang nur draußen rumzuspringen, fernseh-, radio-, zeitungs- und fast erwachsenenlos. Und vor allem ohne Blog! (schnirpf)

Trotz der hunderttausend Sachen, die ich vorher noch erledigen muß, freue ich mich wie eine Schneekönigin. Endlich wieder raus, tolle Leute, tolle Kids, völliger Irrsinn und HighLife in Dosen.

Derzeitiger Status: Bißchen gestreßt, weil ich an siebenundachtzig Sachen gleichzeitig denke und das im Allgemeinen nicht funktioniert, bißchen hysterisch, weil ich mich völlig unvorbereitet fühle und ziemlich gut gelaunt mit einem Rest Entspannung, weil ich davon überzeugt bin, daß es schön wird, so alles.

Der Anker, die Nuß, ist in Glasgow auf ner Konferenz oder zumindest gerade auf dem Weg dorthin. Neid...Glasgow ist so super, ich würde direkt dort hinziehen, wenn ich könnte.

Ich bin froh ob überraschender emails, die ich jetzt endlich mal gelesen habe und froh ob der Tatsache, daß ich recht entspannt an alles rangehe und meine Einstellung sogar vor meinem personal advocatus diaboli standhält (mehr oder weniger, aber immerhin) - bevor jetzt jemand fragt: Es gibt nichts Tolleres als einen besten Freund, der einem Kontra gibt und an dem man neu aufgebaute Theorien "testen" kann, sprich: sie selber durchdenken muß, bis einem der Kopf raucht. Passieren sie alle Gegenargumente, sind sie gut und brauchbar und können auf die Welt losgelassen werden.

Kinderfreizeit, Kinderfreizeit, Kinderfreizeit!!!!! (gnaaaaah!)

Ach, und by the way: Die diversen angepeilten Musikprojekte werden hoffentlich in einem Monat dank Vorhandensein eines Proberaums realisiert werden können! Seid also gespannt auf erste Ergebnisse (bin ich ja auch).

Smiri als Frontfrau diverser Unsäglichkeiten (aber nicht nur. Bißchen gute Musik soll schon auch dabei sein, immer nur Blödsinn mag ich net). Schön. Da muß ich erst 24 zu werden, um diesen Traum bzw. eher Vorhaben (denn Traum klingt per se schon unrealisabel) endlich in Angriff zu nehmen...ts...

Das Jahr 2004 hats in sich, hab ich doch gesagt! Alles und noch viel mehr!

So, genug gebrabbelt.

**Mein Blog geht jetzt in Urlaub, mehr gibt's erst wieder in zwei bis drei Wochen...**

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Mittwoch, 28. Juli 2004

Fast and furious

Wah! Das mit dem Starksein scheint zu funktionieren!

Ich saß heute morgen im "Wohnzimmer meines Vertrauens":http://www.uburoi.de/, hatte noch keinen Tropfen Kaffee intus, und der Springer hatte nichts Besseres zu tun, als mir um den Hals zu fallen und mich zu nerven. Ich hab ihm schon hundertmal gesagt, daß er sein südländisches Temperament inklusive seiner Finger bei sich behalten soll (Anmerkung: Ich mag ihn wirklich gerne, er ist nur furchtbar anstrengend!). Und heute morgen bin ich dann geplatzt. Und sogar knallrot angelaufen vor Wut. Und ein bißchen laut geworden. Tat das gut, ich war selber völlig baff. Er war auch nicht sauer. Und M., die neben mir saß (mit der ich über ein Jahr lang jeden Sonntag morgen in der Küche stand), hat nur gemeint: "So hab ich Dich ja noch nie gesehen!".

Tatsache, da geht was.

Sind zwar nur Kleinigkeiten, aber diese sind prägnant.

Und außerdem mache ich tatsächlich den Führerschein! Mit 24! In drei Wochen melde ich mich an (erst noch Kinderfreizeit), und um mein Commitment zu ehöhen, sei es hier offiziell vermerkt. Ha. Huah....

Zu Montag muß ich sagen, daß es (mit zwei Tagen Abstand betrachtet) gut war, wie es gelaufen ist. Aber trotzdem muß sich was ändern auf die Dauer. Allerdings habe ich jetzt das Gefühl, daß es das auch kann. Ich war ehrlich, konsequent, gefaßt und am Ende zwar nicht mehr gefaßt, aber ehrlich ich. Und Schwäche zeigen war in dem Moment besser, als sich selber zu belügen und etwas zu machen, was man gar nicht will. Hat mein Gegenüber vielleicht erstaunt, weiß nicht. Auf jeden Fall deutlich gemacht, wie es mir mit der Situation und sonst so geht.

Erstmal auf die Freizeit fahren, den blog blog und die Hausarbeiten ebensolche sein lassen...

Es geht voran, fast and furious und so. (Nein, ich habe den Film nicht gesehen!)

Montag, 26. Juli 2004

So ist das.

There's almost nothing left

You eat my kind for breakfast

What did I expect?

To come here and find anyone?

Find open arms to greet me

And friends to feed me

I sicken myself so much

And you eat my kind for breakfast

You eat my kind

***

Whatever I fear the most is whatever I see before me

Whenever I let my guard down, whatever I was ignoring

Whatever I fear the most is whatever I see before me

Whatever I have been given, whatever I have been

***

Seeing myself this way

I am a monster I believe

And seeing is believing

Is there no doubt left

When I wake up I poison myself

And poison gives no appetite

I sicken myself so much

I sicken myself so

***

Did we expect these things to change

By waking up and suddenly there they are

And all I need's a starting place

And nothing ever seemed so hard...

***

Whatever I fear the most is whatever I see before me

Whenever I let my guard down, whatever I was ignoring

Whatever I fear the most is whatever I see before me

Whatever I have been given, whatever I have been

***

Toad the Wet Sprocket, *"Whatever I Fear"*
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Ich bin so müde.

Ja, heute ist wieder jammern und wehklagen angesagt.

Kurz: Es reicht. Es ist genug. Ich weigere mich. Mag nicht mehr.

Der Streß der letzten Wochen und Monate, sowohl beruflich als auch privat, fordert jetzt endlich seinen Tribut, und das drei Wochen vor meiner freien Woche. Suuuuper...

Aber dank eines langen Gesprächs mit Miss K. ist mir so Einiges klargeworden. Dämme und Schleusen eingerissen, die ich mir mühevoll zusammengebastelt hatte. Und ich mußte mir Wahrheiten von außen anhören, die ich innen schön verschlossen im "NichtDrüberNachdenken"Regal parken wollte.

Sie sagt, ich habe das Recht, nein zu sagen.

Sie sagt, ich habe das Recht, meine eigenen Bedürfnisse geltend zu machen.

Sie sagt, ich darf auch mal ungerecht und gemein statt immer nur verständnisvoll sein.

Sie sagt, ich soll endlich damit aufhören, mich hinter Ruhe und Gelassenheit und Verstehen zu verstecken.

Sie sagt, sie hat gestern zum ersten Mal die Seite an mir gesehen, die fordert, mit Menschen umgehen kann, provoziert, da ist, sich behauptet.

Sie sagt, sie hat da die Frau gesehen, die ich bin, nur leider bin ich das viel zu selten.

Sie sagt, ich habe allen Anlaß, wütend zu sein.

Und sie hat **Recht**.

Ich bin wütend, furchtbar wütend. Und entschlossen und kampfwillig. Mir reichts jetzt. Ich will Klarheiten und Entscheidungen und sagen, was mir nicht paßt und was mir nicht guttut. Und ja, mich kotzt es an, immer alle und alles nachvollziehen und verstehen zu können und dabei zu vergessen, daß ich auch noch so was wie Sorgen und Ängste und Wünsche habe. Mich kotzt es an, immer diejenige zu sein, die Kompromisse macht, alles aushält, alles mitmacht und mit sich machen läßt, die über ihre Ressourcen arbeitet, redet, lebt, immer die Schnauze hält, wenn's um mich selber geht und immer sagt: "Ist schon ok."

Ich will wieder über mich verfügen und nicht über mich und meine Zeit und meine Energie verfügen lassen. Und ich bin stur, gepaart mit Einigem an Blödheit, das gebe ich zu. Schafgleiche Demut/Sanftmut/Geduld. Und meine Entscheidungen sind mir schon lange klar, aber ich muß endlich lernen, sie auszusprechen und anderen verständlich zu machen.

Jetzt. Hört es auf. Zu dauern.
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