Samstag, 16. Juni 2012

Smiri, der Wolf und das Lönnebergakind: Erstes Fazit.

Also, den Test (sofern das einer war) hab ich glaub ich bestanden. Nicht mit Bravour, dafür war ich dann doch etwas nervös und schüchtern (ja, wirklich, Internet, ich fremdel am Anfang ganz schlimm), aber: Ich habe Lönnebergakind, Wolfsmutter, Hund, Perserkatze und den Wolfszwilling kennengelernt, alle für nett befunden und mit dem Lönnebergakind sehr hervorragend gespielt (wurdet Ihr schon mal von einem Fünfjährigen im MauMau abgezogen? Macht mal, interessante Erfahrung).

Außerdem darf ich morgen früh mit in den Zoo (Wolf: "Mir egal", Lönnebergakind: "Na gut". Der Enthusiasmus liegt offensichtlich in der Familie...*seufz*).
Und um das kurz nochmal zusammenzufassen: Ich gehe morgen mit dem schönsten Mann der Stadt und seinem Sohn in den Zoo. Sonntags morgens. In den Zoo. Mit einem Mann und seinem Sohn.

Wir waren nach dem Wildpark noch kurz in der Stadt, Legodinge kucken und kaufen, und da fiel mir das kurz mal ein: Von außen sieht das jetzt aus wie die klassische Kernfamilie - Mann, Frau, Kind. Das war ein echt merkwürdiges Gefühl - ich war stolz, verunsichert, fröhlich, schüchtern, entspannt und entschuldigend gleichzeitig, fremd war das. Und ich fands auf der anderen Seite wiederum saucool.

Mit dem Thema Familie war ich ja eigentlich durch, aber dieser kurze Ausflug heute hat mich wieder ins Grübeln gebracht. Das hat sich nämlich trotz fremd irgendwie gut angefühlt, die zwei tätowierten, gepiercten Erwachsenen mit dem braungebrannten Jungen in der Mitte.

Fuck, Internet: Ich mag den Wolf. Und seine ganze Familie. Und das fühlt sich gut an, in der Chaosküche zu sitzen und mit dem Kleinen Kreisel zu spielen und MauMau, während der Wolf Urlaubsbilder von sich und dem Zwerg aufhängt.

Ich will mehr davon.
Und das macht mir Angst.

Smiri und der Wolf: Im Wildpark.

Internet, in einer Stunde fahre ich mit dem Wolf und dem Lönnebergakind in den Wildpark, Tiere kucken.
Für mich ist das schlimmer überfordernd als Eltern kennenlernen: Kinder kennenlernen. Das Lönnebergakind ist fünf, und dafür, daß ich den Wolf kaum kenne und einfach wunderschön finde, ist mir das eigentlich schon viel zu seriös und ernst. Sein Lönnebergakind kennenlernen ist ungefähr hundert Level über zusammen Bier trinken und dann bei mir landen. Und mir fehlen die Level dazwischen, die überspringt der Wolf einfach. Warum auch immer.
Andererseits versuche ich, mich zu entspannen und einfach ich zu sein und niemanden beeindrucken zu wollen: Ich mag den Wildpark (das war übrigens mein Vorschlag) und ich mag Tiere und kucke denen gerne zu. Und Kinder mag ich auch.

Ich versteh den Wolf nicht, ich kenne ihn ja kaum, und ich weiß nicht, wie ich mit einem Mann umgehen soll, dessen Kind bei ihm wohnt, der ein Haus hat, in Scheidung lebt und auf einem anderen Planeten kreist als ich im Moment.

Egal, ich geh jetzt duschen und ziehe Wildparkklamotten an und nehme die Kamera mit.

Ich bin verwirrt.

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