An alle Dünnen da draußen.
Anke Gröner schreibt mal wieder genau das, worüber ich die letzten Wochen nachgedacht habe: Wie es ist, dick zu sein.
Auch ich bin dick und nehme seit einiger Zeit konsequent zu, alles in allem in den letzten sieben Jahren so zwei bis drei Kleidergrößen.
Dabei bin ich beweglich, gesund, mache Sport, weiß den Pferdedieb an meiner Seite, beende gerade mein Studium mit Bravour, die Therapie ist fast fertig... und an manchen Tagen bin ich, um Frau Gröner zu zitieren, einfach nur dick. Da gilt alles andere eben nicht.
In der Öffentlichkeit essen ist mir immer noch unangenehm: Kuck mal, die Dicke frißt wieder.
Wenn ich Klamotten kaufen gehe, kann ich mir ganz viele Dinge nicht kaufen, weil die Modedesigner davon ausgehen, daß Frauen mit meiner Kleidergröße bloß nichts Figurbetontes oder sagen wir anders als sackartig Geformtes anziehen dürfen. Hosen kaufen zu müssen kann mir den ganzen Tag versauen, weil mein Arsch in keine Hose paßt.
Wenn dann ein wohlmeinender Dünner Sprüche klopft wie "Dann nimm doch einfach ab", dann möchte ich entweder schreien oder seinen konfektionsgerechten Körper ganz unangenehm beschädigen.
"Einfach" und "abnehmen", das widerspricht sich. Ich esse beispielsweise im Schnitt wahrscheinlich weniger als so manch anderer Dünner, kann einen ganzen Tag ohne Essen auskommen, bewege mich viel.
Fakt ist: Seit ich regelmäßig Sport mache, habe ich trotzdem zugenommen, das Fett wird einfach zu Muskeln, da ändert sich am Umfang erstmal lange lange nix.
Außerdem finde ich mich eigentlich auch gut so, wie ich bin: runde Hüften, ein Prachthintern, große Hupen, alles in allem wohlproportioniert.
Diese Ansicht wird jedoch Tag für Tag torpediert: Von Klamottenläden. Zeitschriften. Schaufensterpuppen, die immer dünner werden. Diesem ganzen Modequatsch will ich mich nicht beugen, indem ich mich auf Nulldiät setze oder mir den ganzen Tag Gedanken um Punkte, Kalorien oder was auch immer mache. Ich esse nämlich gerne, und ich würde gerne ohne schlechtes Gewissen essen, und zwar so viel, bis ich satt und zufrieden bin.
Also, Ihr Dünnen da draußen: Seid von mir aus froh und stolz, daß Ihr Euch Klamotten in Kleidergrößen unter 40 kaufen könnt. Aber laßt mich damit einfach in Ruhe, ich seh Euch doch eh schon den ganzen Tag. Bevor nicht eine gute Fee kommt und mich dahin zaubert, wo Ihr Euch seit Jahr und Tag befindet, wird sich an meiner Masse nun mal nichts ändern.
Aber auch an meiner Intelligenz, meinem Humor, meiner Empathie und meinen großen Kulleraugen nicht.
Auch ich bin dick und nehme seit einiger Zeit konsequent zu, alles in allem in den letzten sieben Jahren so zwei bis drei Kleidergrößen.
Dabei bin ich beweglich, gesund, mache Sport, weiß den Pferdedieb an meiner Seite, beende gerade mein Studium mit Bravour, die Therapie ist fast fertig... und an manchen Tagen bin ich, um Frau Gröner zu zitieren, einfach nur dick. Da gilt alles andere eben nicht.
In der Öffentlichkeit essen ist mir immer noch unangenehm: Kuck mal, die Dicke frißt wieder.
Wenn ich Klamotten kaufen gehe, kann ich mir ganz viele Dinge nicht kaufen, weil die Modedesigner davon ausgehen, daß Frauen mit meiner Kleidergröße bloß nichts Figurbetontes oder sagen wir anders als sackartig Geformtes anziehen dürfen. Hosen kaufen zu müssen kann mir den ganzen Tag versauen, weil mein Arsch in keine Hose paßt.
Wenn dann ein wohlmeinender Dünner Sprüche klopft wie "Dann nimm doch einfach ab", dann möchte ich entweder schreien oder seinen konfektionsgerechten Körper ganz unangenehm beschädigen.
"Einfach" und "abnehmen", das widerspricht sich. Ich esse beispielsweise im Schnitt wahrscheinlich weniger als so manch anderer Dünner, kann einen ganzen Tag ohne Essen auskommen, bewege mich viel.
Fakt ist: Seit ich regelmäßig Sport mache, habe ich trotzdem zugenommen, das Fett wird einfach zu Muskeln, da ändert sich am Umfang erstmal lange lange nix.
Außerdem finde ich mich eigentlich auch gut so, wie ich bin: runde Hüften, ein Prachthintern, große Hupen, alles in allem wohlproportioniert.
Diese Ansicht wird jedoch Tag für Tag torpediert: Von Klamottenläden. Zeitschriften. Schaufensterpuppen, die immer dünner werden. Diesem ganzen Modequatsch will ich mich nicht beugen, indem ich mich auf Nulldiät setze oder mir den ganzen Tag Gedanken um Punkte, Kalorien oder was auch immer mache. Ich esse nämlich gerne, und ich würde gerne ohne schlechtes Gewissen essen, und zwar so viel, bis ich satt und zufrieden bin.
Also, Ihr Dünnen da draußen: Seid von mir aus froh und stolz, daß Ihr Euch Klamotten in Kleidergrößen unter 40 kaufen könnt. Aber laßt mich damit einfach in Ruhe, ich seh Euch doch eh schon den ganzen Tag. Bevor nicht eine gute Fee kommt und mich dahin zaubert, wo Ihr Euch seit Jahr und Tag befindet, wird sich an meiner Masse nun mal nichts ändern.
Aber auch an meiner Intelligenz, meinem Humor, meiner Empathie und meinen großen Kulleraugen nicht.
smiri - 28. Aug, 16:55