Mittwoch, 28. März 2007

...und Du fehlst hier.

Mannmannmann...so schwer wars noch nie wie dieses Mal.
Daher auch das Lied des Tages, denn genauso gehts mir. Und Smiri gesteht sich einen Tag konsequenten Vermissens zu, bevor der Alltag wieder eingreift und Dinge erledigt werden wollen, die eigentlich keinen Tag Aufschub dulden. Man gewöhnt sich doch sehr schnell aneinander, ich mich zumindest, und ich bin knörmelig und vermissend und ausdauernd geentelt und das alles nur, weil das Herz vierhundert Kilometer weit weg liegt und hoffentlich schon schläft im Gegensatz zu mir, die ich heute nicht wissen will, wohin mit ihr: Der Sehnsucht, die sich schon seit Tagen breit macht und das Atmen schwer und den Geruch dessen, der bis heute mittag noch da war, unendlich süß und erstrebenswert.
Jaja, ich weiß, wir sind ein wenig weh und wehmütig, der Phoenix und ich, und das Feuerfedertier schmiegt sich an mich und gurrt leise, denn so kann er auch, mein noch untätowiertes Totemtier. Und so sitzen wir da und sind ganz still und vermissen, denn noch dürfen wir, ein bißchen Ruhe und besonnene Besinnlichkeit und durcheinandermäandernde Wörter hier und da am Wegesrand gestreut und kleine Szenen des Wochenendes, was über die Schulter durch das Gefieder betrachtet ein schönes war. Es wird eifrig weiterkalibriert und es ergibt sich ein Rhythmus, in dem die Zahnräder sowohl sinnvoller als auch geradezu hanebüchen unsinniger Systeme ein- und ausrasten, wir können damit arbeiten, alle Beteiligten, derer nur zwei physisch existent sind, aber dennoch mehrere viele aktiv beteiligt.
Smiri ergießt sich in kryptischen Worten, ich weiß, aber ich brauche das, denn so denke ich: Kryptisch und verworren, mir ist aber dennoch alles klar und wir sitzen und seufzen und vermissen.
Schön ist es, das Gefühl, wenn auch traurig und alles verstummend wie frischgefallener Schnee, alles gedämpft und leise und still, aber: Es gibt es, das Vermissen und den Menschen dazu und mich und den Phoenix, und das ist schöner als alles unerfüllte Glück der Welt.

Element of Crime, "Weil Du nicht da bist"

auf dem Gerüst vor unserem Fenster
kommt kein Maurer mehr vorbei
das Bett wird immer größer
und das Bad ist immer frei
der blöde Hund,
der mich sonst jeden Tag verbellt
liegt nur noch stumpf im Gras
und glotzt mit leeren Augen in die Welt
weil du nicht da bist
weil du nicht da bist

ein Vogel, der nur Körner frißt
macht Regenwürmer kalt
im Bus, der nur noch stündlich kommt
sind alle angeschnallt
die alte Frau,
die mich sonst jeden Morgen grüßt
kennt mich nicht mehr und tut,
als ob sie Groschenhefte liest
weil du nicht da bist
weil du nicht da bist

vom Nachbarn kommt Musik
nach der schon lang kein Hahn mehr kräht
eine Maus holt sich ihr Nachtmahl
und auf meinem Nachttisch steht
ein Schokoladenhase,
traurig und allein
ich weiß ihm nicht zu helfen,
und stopf ihn in mich rein
weil du nicht da bist
weil du nicht da bist

Nie fragen!

Smiris Welt

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