Donnerstag, 11. Januar 2007

Aus einer Zeit, in der das Wünschen alles andere als geholfen hat.

Ein ganz klitzekleines bißchen Trash zieht auf heute, ein wenig TrashTownDuft weht mir um die Nase: Meine alten Monster machen sich auf der Bühne breit und lassen mich mich ängstigen, mich sorgen, mich fertigmachen. Sie setzen mir Flausen in den Kopf, daß eh nichts funktionieren wird und ich es deswegen gleich lassen kann. Außerdem erzählen sie mir von meiner Lieblingsbeschäftigung, der ich jahrelang gefrönt und sie dadurch perfektioniert habe: Der Selbstsabotage.

Hier eine klassische SmiriMonsterLogikKausalKette:
Wenn ich mir etwas wünsche oder etwas will, dann bekomme ichs eh nicht, weil ichs mir ja gewünscht habe und sollte ich es eventuell doch bekommen können, muß ich mich ganz schnell selber sabotieren, denn ich habs mir ja gewünscht und darf es deswegen auf gar keinen Fall bekommen und dann denke ich mir am Ende: "Siehste, ich hatte Recht. Wenn ich mir was wünsche, bekomme ichs eh nicht."

Und mit sowas schlag ich mich grade rum. Da ich darüberhinaus auch sehr subtil sabotieren kann, muß ich also im Prinzip auf mich selber und auf meine Monster aufpassen wie ein Schießhund, daß sich die Viecher nicht in einem unbeobachteten Moment losreißen und mir hier die Hölle heiß machen beziehungsweise mich unglücklich. Das kostet verdammt viel Aufmerksamkeit und Energie, klappt aber bis jetzt ganz gut.

Außerdem gebe ich immer noch beeindruckende Geräusche von mir, tiefes Bellen kündet von meiner bronchialen Anwesenheit, die Ausschreibung ist abgeschlossen und ich warte auf die Ergebnisse (ichwilldaßdiemichveröffentlichenverdammt) und alles in allem warte ich auf irgendwas oder auch nicht oder auf Nachrichten undoder Feedback und Zeichen und Wunder und auf mich und aufs Wochenende oder irgendwelche Kapitel oder auf das Telefon oder auch nicht, ganz seltsam, das alles.

Jep, es riecht nach Trash Town. Hier an der Uni wird gerade renoviert und gesichtslose Handwerker isolieren dicke Rohre mit stinkendem, schwarzen Zeug: Ungefähr so fühlt es sich an. Es hat seinen Sinn und ist gut für die Zukunft, aber jetzt stinkt es erstmal.

Woah, sorry!

Die Mischung aus Antibiotika, gutem Essen und viel Alkohol ergibt eine leicht trübe Flüssigkeit, in der sich erstens das ÜberIch restlos auflöst und zweitens mein Gehirn ruhige, träge Bahnen schwimmt.

So geschehen gestern abend: An dieser Stelle daher Entschuldigung für diverse SMS, die Smiri im nebulösen, aufgedunsenen Blubberhirn für sinnvoll erachtete. Sie waren weder mit unsagbarer Bedeutung aufgeladen, noch wollen sie Konsequenzen nach sich ziehen. Einfache Momentaufnahmen eines SmiriIchMomentes, kleine besoffene Blitzlichter und eigentlich ein wunderbares Kompliment: Einen Phoenixgedanken zu bekommen, und das um diese Uhrzeit. Daß der Phoenix ein wenig aus der Fasson geraten war, braucht Ihr ja nicht zu wissen, hihi.

Also ruhig Blut, es war alles genauso gemeint, wie es geschrieben war: Nicht mehr und nicht weniger.

Und Smiri sitzt am Rechner und grinst sich eins: Zu schön war der gestrige Abend. Und manche Monster müssen einfach der mentalen Bühne verwiesen werden, weil ihre Performance so selten schlecht ist, daß ich, die ich im Zuschauerraum sitze, die Arme verschränke und mich mehr als wundere, warum diese kleinen Mutanten noch auf der Bühne stehen dürfen und nicht schon längst gefeuert sind.

Also auch an mich ein "Ruhig Blut, Smiri!": Alles wird erstens gut und ist es zweitens schon, paßt doch. Vetrauen, Ruhe, ab und zu durchatmen, Monster ignorieren: Keine Angst.

Nie fragen!

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