Mittwoch, 18. Oktober 2006

Wah, was bin ich organisiert...

...beim Konzipieren wissenschaftlicher Studien. Fast ne Stunde mit meinem Chef und U. in seinem Büro gesessen und über ökologische Validität, Versuchspläne, Blended Learning und sowas geredet - und sogar alles davon verstanden! Wahnsinn.

Da bekommt man dann doch das Gefühl, daß vierzehn fünfzehn Semester nicht umsonst waren. Und daß ich wider Erwarten doch sowas wie Organisationstalent besitze, man höre und staune. Und daß ich tatsächlich verantwortlich für den ganzen Kram bin. Waaaaahnsinn.

Außerdem hab ich jetzt Feierabend und werde mich endlich mal in die City begeben, um dort mit der Missy, sofern wir nicht weiterhin aneinander vorbeitelefonieren, endlich einen Kaffee schnabulieren zu gehen.

Von Jakob geträumt hab ich heute nacht: Ich hatte ihn auf dem Arm. Schön wars, gutes Gefühl, guter Tag, Kompetenzerleben.

Alles wird gut, doch noch irgendwann. Muharr!

Frischfleisch und verschluckte Katzen. Und Vegetarismus.

Das Semester hat wieder angefangen, was bedeutet, daß plötzlich ganz viele neue Erstis über den Campus rennen und peilen. Lecker sind sie, die kleinen, und verwirrt und motiviert und werden von mir altem Unidinosaurier manchmal gnadenlos ob ihrer Blödheit geächtet, aber zumeist mit den liebevollen Augen einer aussterbenden Art (Erziehungswissenschaft, Magister Hauptfach, 15. Semester) beäugt. Frisch und volljährig rehen, welpen und fohlen sie über die Campuswiese, unterhalten sich eifrig über Dinge, die sie nicht verstehen und machen große Augen. Mir gings nicht anders: Ich war unendlich stolz und unendlich verwirrt, legal auf dem Campus zu sein, ordnungsgemäß immatrikuliert und unterinformiert. Meine Motivation ließ zwar recht schnell nach (im ersten Semester dann doch lieber Regieassistenz am Jugendtheater gemacht statt Philosophiescheine) und wirklich den Plan hatte ich auch erst nach dem Grundstudium, aber meine erste Uniwoche war genau so. Und das leckere FrischfleischStadium ist bei mir schon sieben Jahre her...also, so langsam wirds echt Zeit, mannmannmann.

Außerdem scheine ich eine kleine Katze inhaliert zu haben, die sich jetzt als dickes Fellbällchen in meiner Lunge zusammenkugelt. Es fühlt sich an, als müßte ich nur einmal richtig heftig husten, dann würde sie herauskatapultiert, schüttelte ihr nasses Fell, maunzte und ginge fauchend ihrer Wege. Da das aber nachweislich nicht möglich ist (ich könnte einen feliden Parasiten weder inhalieren noch schlucken noch sonstwie absorbieren, selbst wenn ich wollte, und ich will ja nicht), huste ich seit zwei, drei Tagen erbärmlich und schniefe und fiebere nur ein ganz kleines bißchen. Den Leschi hatte ich auch schon in Verdacht, aber auch er liegt brav im Bett und nicht in meiner Lunge: Smiri ist also ganz schnöde krank geworden. Deshalb versuche ich, regelmäßig zu essen, viel zu schlafen und weniger zu rauchen, weil ich ja ab morgen drei Tage am Stück arbeiten muß (also im fks) und auch will und alle meine Energien für die Schichten brauche. Die Katze ist seit heute morgen ein wenig nach oben gewandert, man darf also hoffen.

Und weil Smiri beschlossen hat, erstmal die Finger (und besonders Zähne!) vom Fleisch zu lassen und es mal wieder ein wenig mit eingeschränktem Ovo-lacto-Vegetarismus zu probieren (kein Fleisch, kein Fisch; tierische Fette und Gelatine kommen im nächsten Stadium, so ich dieses erreichen wollen sollte), träume ich natürlich postwendend von Schnitzeln. Argh. Wär ja Quatsch und war ja klar. Als ich jedoch vor drei Tagen im Plus stand und Brotbeläge betrachtete, wurde mir bewußt, daß ich mich vor Fleisch und Wurst ekle und die ganz arg bäh und widerlich finde, im Allgemeinen ein recht zuverlässiges Zeichen, daß es mal wieder Zeit ist. Wir werden sehen.

Ansonsten ist die Lage recht gut: Gestern war ein guter Tag. Und heute ist bis jetzt auch einer, trotz Schniefen und Husten und Verschlafen. Wird schon, wird alles.

Ich versuche, meine innere Stärke mal nach außen zu lassen, denn: Ich bin genau andersrum tough als andere Leute, nämlich auf den zweiten Blick und wenig offensichtlich, aber dafür nachhaltiger und zäher und bis auf die Knochen tough. Sozusagen mit emotionalem Pudding überzogener Granit. Oder so.

Nie fragen!

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