Montag, 24. April 2006

...

Sommer hält Einzug im Land und die Stadt macht sich fein und gibt sich Mühe, die Bewohner den Breitengrad vergessen zu lassen.

Frühling wurde übersprungen, wir gehen vom Winter zum Herbst zum Sommer über, passend zum Chaos im Leben und in den Herzen. Warm ist es und die Gespräche auf den Straßen klingen nachts ganz anders, viel wärmer und nach Feiern und nur einen Pullover anziehen, mit Sandalen die Welt erobern oder doch zumindest die Straßen und Terrassen zurück, die Kneipen werden außenbestuhlt und die Bestuhlung eingetrunken und besprochen.

Dieser Sommer wird gut, das habe ich mir fest vorgenommen. So ungetrübt wie nur irgend möglich, verheißungsvoll wie der Sommer vor zwei Jahren, als ich mir selber gut war und gut war und bereit für die Welt und die Wunder, die sich fanden auf eben jenen Straßen, in und vor eben jenen Kneipen.

Es ist Zeit, den Winter zu begraben, nicht zu vergessen, denn das geht nicht. Aber nach vorne zu schauen und sich erleichtert zu freuen auf die, die da kommen mögen, die Menschen und Begebenheiten, die in mein Leben fallen.

Ich fühle mich, als hätte mich das Leben vor anderthalb Jahren auf einen Ausflug mitgenommen, der schön war und anstrengend und häßlich und böse und lehrreich und trotz allem liebevoll und groß und chaotisch, und mich nun hier wieder ganz sanft abgesetzt, nach Bruchlandungen und Neustarts, zwei Schritte weiter als vorher, wieder am Anfang der Reise. Meine Seele mäanderte ein bißchen, um sich jetzt hier wieder neu auszurichten, in die richtige Richtung weiterzugehen, alles auf Anfang, dazugelernt, Blick nach vorne gerichtet. Jetzt kann es weitergehen. Und es gibt Wunder, die nur im Dunkeln geschehen können. Es ist an uns, sie zu erkennen, sich zu wundern, sie anzunehmen. Und auch, sie loszulassen, wenn sie zu dunkel werden und drohen, überhand zu nehmen, statt Wunder Wunden werden.

Es ist an der Zeit, die Zeit mein Wunder heilen zu lassen.

Es ist wieder Sommer und ich bin bei mir, noch dunkel und groß und wunderschwer, aber nicht grenzenlos undoder schwer verwunde(r)t, nur müde, vielleicht, und traurig (ja, auch dies immer noch, im Dunkeln), aber ich bin noch da und mein Herz auch. Weit gereist ist es, das Herz, aber wieder hier bei mir fühlt es sich wieder ganz gut und ist auf dem Weg der Besserung. Auf zu neuen Wundern.

Besinnlichkeit wie sonst nur zu Weihnachten mit der Leichtigkeit des Sommers.

Es wird eine gute Zeit.

Nie fragen!

Smiris Welt

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Danke
Well I imagine you'd say no. I wouldn't blame you,...
castilla - 31. Mär, 22:03
Stolz für dich
Vielen Dank an den Autor. Ich weiß nicht, ob es Updates...
SabrinaKaiser (Gast) - 27. Mär, 18:12
campuses at the seaside
Flagler College and University of Hawaii at Manoa have...
ashtomullens - 21. Okt, 06:51
Very wonderful experience.
Very wonderful experience.
io game (Gast) - 30. Sep, 09:56
solipal
With the command of a competent and consistent recruiter,...
castilla - 9. Aug, 18:24

Suche

 

Status

Online seit 7049 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 31. Mär, 22:03

Credits


Becoming the Doctor
Building Trash Town
die Sicht des Phoenix
Driving Miss Smiri
Fundsachen
Letters to Lords and Ladies
Lieder von Tagen
Life of a HiWi
Little Tentacle
Magistra Aquarium
Note To Self
OrgaStuff
Realms of the Zockerqueen
Reverb 10
Smiri träumt
Smiris Guide to Smiris Welt
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren